Die älteste verlässliche schriftliche Quelle, die sich einstweilen zu Oblanov, bis 1945 deutsch Kaltenhof genannt, bezieht, konnte bisher erst zum Jahre 1693 gefunden werden. Es handelte sich nie um eine große Ortschaft. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, als sie ungefähr 230 Bewohner in 40 Konskriptionsnummern zählte, sank darüber hinaus kontinuierlich ihre Anzahl. Dies erreichte den Gipfel während des Zweiten Weltkrieges und unmittelbar danach. Als 1950 eine amtliche Volkszählung vorgenommen wurde, waren in Oblanov nur 91 Personen in 35 Häusern ansässig.

ZZu den wertvollsten Baudenkmälern in dieser Ortschaft gehört eine kleine Kapelle, die im nordöstlichen Teil dieses heutigen Stadtteils steht. Es handelt sich von außen um ein aus Backstein gemauertes Heiligendenkmal mit einem Walmgewölbe und Satteldach. In den Dachkamm befindet sich ein kleiner viereckiger Glockenturm mit Glocke. Die Fenster und Tür sind halbrund gebogen, die Decke hat die Form einer Flachdecke. Die Kapelle wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut und 1906 eingeweiht. Heutzutage hat sie sich im ursprünglichen Zustand erhalten und als einzige dieser Größe wurde sie bereits in der Vergangenheit mit elektrischer Beleuchtung ausgestattet.

Dem Kapelleninterieur dominiert der Altar mit dem Gemälde der Jungfrau Maria und einige weitere Bilder religiösen Charakters, die z. B. das Heiligste Herz Jesu darstellen. Der Innenverputz der Wände und der Decke war mit Ziermalerei geschmückt, die jedoch in den vergangenen Jahrzehnten durch aufsteigende Feuchtigkeit leidet. Wie aus dem Text über das kleine sakrale Bauwerk hervorgeht, das 2002 der hiesige Forscher Luděk Jirásek veröffentlichte, litt die für religiöse Zwecke genutzte Kapelle damals an unzureichender Instandhaltung, Feuchtigkeit im unteren Teil des Mauerwerkes und vor allem im Frühjahr wurden ihre Grundmauern durch Grundwasser gefährdet. Aus diesen Gründen wurde die Kapelle in Jahren 2016 – 2017 komplett von innen und außen rekonstruiert.

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